Aktuelle Entwicklungen aus Forschung, Lehre und Fortbildung
Bühne frei für die Künstliche Intelligenz
Zum Ausprobieren in den Bergen: laut ins Echo rufen "Wie heißt der Bürgermeister von Wesel?" - da sollte ein Wort ohne "W" zurückkommen. Die Künstliche Intelligenz (KI) nimmt solche Späße mit dem Echo natürlich Ernst - und versucht, eine Antwort zu geben - die Antwort ist zwar wahrscheinlich richtig, doch sinnlos. Ein fünfjähriges Forschungsprojekt von Professor Koss untersucht Chancen und Risiken des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen, z.B.: Wie führt der Einsatz von KI zu sinnvollen Ergebnissen? Wie müssen die Mitarbeitenden im kaufmännischen Bereich ausgebildet und qualifiziert werden?
Erstes Ergebnis eines Tests mit Chatbots: Der laienhafte Einsatz von KI bei der privaten Steuererklärung kann zu unberechtigten Steuerzahlungen führen! Getestet wurde ein einfacher (fiktiver) Steuerfall: ein Student in Regenburg kaufte sich ein Lastenfahrrad und eine Kühltasche, kaufte Getränke im Discounter ein und verkaufte diese nebenbei an der Donau. Der Chatbot folgerte aus "Student" und "Getränke", dass der Aufwand für den Kauf der Getränke "privat veranlasst" ist. Der Wareneinsatz wurde daher nicht als Betriebsausgabe abgezogen. Auch die Vorsteuer wurde nicht berücksichtigt. Die "Einnahmen" (falscher Fachbegriff der KI) wurden jedoch in voller Höhe der Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuer unterworfen immer 'brutto gleich netto'.